17. November 2016

★ Novemberrosen und Apfelmuffins ★

★ Sodele, ihr Lieben, da bin ich wieder mit dem zweiten Teil meines wunderschönen Spaziergangs durch den Schlossgarten.
Wie versprochen gehen wir am Küchengarten vorbei in den Rosengarten, um die verblühenden, morbid schönen, aber auch ein paar letzte, der Kälte und grauen Tage trotzende, noch blühende Rosen zu betrachten.


Die von den Schlossgärtnern und Gärtnerinnen gepflückten Äpfel -  vornehmlich alte Apfelsorten - aus der Obstbaumplantage im wunderschönen Küchengarten, lachen mich jedesmal aufs Neue an, wenn ich daran vorbei laufe. Oft ziehen sie mich so magisch an, dass ich das Bedürfnis verspüre wenigstens einmal ihren köstlichen Duft einzuatmen.
(Zum Glück haben wir die nettesten Nachbarn der Welt, mit einem wunderbar tragenden Boskop-Apfelbaum, die uns bestens mit diesen so lecker riechenden und schmeckenden Früchten versorgen!)



Sind sie nicht eine wahre Augenweide?



Tja, da habe ich mir letzte Woche doch ganz schön die Finger abgefroren, bei meinem photographischen Streifzug durch den Schlogi. Seht selbst:


Kaum zu glauben, dass die Rosen zum Teil noch so wunderschön blühen...(...ääh, mittlerweile muss ich leider sagen, blühten.)



Zu dieser Stimmung passt wunderbar das folgende Gedicht von Stefan George:                             
                                        
                                          
                                                                              "Komm in den totgesagten park und schau"

 "Komm in den totgesagten park und schau:
Der schimmer ferner lächelnder gestade
Der reinen wolken unverhofftes blau
Erhellt die weiher und die bunten pfade

Dort nimm das tiefe gelb das weiche grau
Von birken und von buchs · der wind ist lau
Die späten rosen welkten noch nicht ganz
Erlese küsse sie und flicht den kranz

Vergiss auch diese lezten astern nicht
Den purpur um die ranken wilder reben
Und auch was übrig blieb von grünem leben
Verwinde leicht im herbstlichen Gesicht."
                                                          (Stefan George,1868-1933)




Man könnte regelrecht philosophische Gedankengänge entwickeln beim Betrachten dieses Nebeneinander von Leben und Vergehen.
Jedenfalls traurig-schön anzusehen...
          











Als ich am nächsten Tag im Schlossgarten walken war, standen dort Schubkarren voll mit Tulpenzwiebeln, bzw. waren die Gärtner/innen fleißig dabei diese in die Erde einzubringen, natürlich nicht die Schubkarren, nur die Blumenzwiebeln(!) - auch ein schöner Anblick, lässt er einen doch erahnen welche Blütenpracht uns im neuen Jahr wieder erwarten wird! Soviel zum Thema Leben und Vergehen - Vergehen und Leben.
(Schade, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte! Denn sowohl die vielen Tulpenzwiebeln, als auch die riesigen Laubhaufen wären weitere, schöne Motive gewesen.)

Nun aber flott nach Hause geradelt, die klammen Finger aufwärmen und einen feinen, heissen Tee trinken! Wohl dem, der einen Duchy Originals Organic English Breakfast Tea (sehr lecker!)im Hause hat, original aus London, von denselben Nachbarn mitgebracht, die auch die tollen Äpfel in ihrem Garten haben, denn die kommen jetzt auch ins Spiel - nee, nicht die Nachbarn, ich meine die Äpfel, hmm aber damit ja auch irgendwie wieder die lieben Nachbarn, denn ohne diese Nachbarn nicht die leckeren Äpfel, hehe ich hoffe, ich habe euch jetzt nicht vollends in Verwirrung gestürzt, also wo war ich? Ach ja, da die ebenso mitgebringselten, köstlichen Shortbreads natürlich schon längst aufgemoppelt sind, also ran an die Äpfel und schnelle Apfelmuffins gebacken.
(Die sind übrigens ein Tipp von einer meiner Schwestern, da sie nach dem Apfelkuchenrezept unserer Mutter gebacken sind, sozusagen eine Variation des schnellen Apfelkuchens. Hätt' ich ja auch mal selbst drauf kommen können...Aber wozu hat man schließlich große Schwestern, nech? ;))


 Auch die Birnen aus Nachbars Garten sind soo lecker!

   
                 ★   Apfelmuffins á la Mama ★


 Zutaten (reichen für ca.9-10 Muffins):

  • 150g weiche Butter (Ich nehme gerne 75g Butter und 75g Quark) 
  • 100g Zucker (gerne den Braunen)
  • 1TL Vanillezucker (selbst angesetzt, siehe Post Blaubeermuffins)
  • je nach Gusto Zimt
  • 3 Eier
  • 150g Mehl (gerne Dinkelmehl)
  • 1 guter TL Weinsteinbackpulver
  • evtl.etwas Milch
  • 3-4 Boskopäpfel (gerne von den Nachbarn ;)) 
  • etwas Zitronensaft
  • Puderzucker zum Bestreuen             

Zubereitung
:


Den Ofen auf 175°/180° (Ober-Unterhitze) vorheizen.

Die weiche Butter schaumig schlagen, Eier und den mit Vanillezucker vermischten Zucker hinzufügen und unterrühren. Das  Weinsteinbackpulver mit dem Mehl mischen und ebenfalls esslöffelweise unter den Teig rühren. Je nach Gusto etwas Zimt dazu geben. Falls der Teig zu fest sein sollte , ein wenig Milch hinzufügen. Der Teig sollte schwer reissend vom Löffel fallen.
Zum Schluss die geschälten, klein geschnittenen und mit Zitronensaft vermengten Äpfel in die Teigmasse geben.
Den Teig in die ausgebutterte, mit Mehl bepuderte Muffinform, oder in Papiermuffinförmchen füllen und auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen ca. 25-30 Minuten backen.
Noch warm dick mit Puderzucker bestreuen und in der Form abkühlen lassen.
Schmecken mit, aber auch ohne Schlagsahne lecker.

Tipp: Wer es etwas raffinierter mag gibt, so wie ich, eine gute Handvoll karamellisierte Walnüsse mit in den Teig. Dafür 2 EL Zucker in einer beschichteten Pfanne schmelzen lassen, die klein geschnittenen Walnüsse einrühren und die Masse auf ein Backpapier geben, möglichst sofort mit einem Messer etwas auseinander schneiden und abkühlen lassen.
Kann ich wärmstens empfehlen. Wie? Ach so, hehe, mein LieberMann auch ;)


Schon steht dem herbstlichen Genuss nichts mehr im Wege und verdient haben wir es uns nach dem langen Spaziergang und der Kälte allemal, gell! Natürlich passt eine gute Tasse Kaffee - wie unsere Mutter gesagt hätte - auch prima dazu!







Tja, was bleibt mir nun noch zu sagen, als euch, sofern ihr nette Nachbarn, äh, ich meine leckere Äpfel, oder noch besser, hehe: nette Nachbarn mit leckeren Äpfeln im Garten, die euch davon auch noch welche abgeben, habt - gell so klingt es gut? - gutes Gelingen beim Nachbacken und genussvolles Verspeisen der Muffins - vielleicht mit den Nachbarn? - zu wünschen?!
Derweil werde ich mich die Tage mal auf die Suche nach neuen Motiven in unserem schönen Oldenburg, das sollte natürlich nicht allzu schwer sein, begeben. Ich habe da auch schon eine Idee! Drückt mir doch bitte die Daumen, dass es klappt!! Ganz doll!
Und freut euch auf den schönsten...uups, mehr kann ich ja noch nicht verraten... 
Also macht's gut und habt eine schöne Woche, bis ganz bald, ciao und alles Liebe,
eure Mone*



9. November 2016

★ Huhuu...

...da bin ich wieder!:))

Nach gefühlten vier Hochzeiten und einem… äh, ich meine - ebenso gefühlten - vier runden Geburtstagen, an deren Ausgestaltung ich mehr oder weniger beteiligt war, und nicht zu vergessen noch ca. 100 anderen Terminen in diesem turbulenten Jahr, habe ich endlich mal wieder Zeit mich um meinen Blog zu kümmern und mich bei euch zurück zu melden! 

★ Jippieh, das HunteSternchen* ist wieder da! ★

Und ihr könnt mir glauben sowohl die Arbeit am Blog, als auch ihr habt mir sehr gefehlt...aber wie der Norddeutsche sagt: "Wat nich geiht, geiht nich!"

Hach war das schön, vorgestern in unserem geliebten Schlogi mal wieder ausgiebig zu photographieren - und sich dabei die Finger abzufrieren, hehe - aber mal der Reihe nach.

Nach einer doch recht nervigen, letzten Woche, die ich nicht in Oldenburg verbracht habe, war ich überglücklich wieder in unserem wunderschönen Schlossgarten walken gehen zu können. Da machen kein Nebel oder leichte Regenschauer etwas aus, unser Schlogi ist zu jeder Jahreszeit auf seine Art und Weise eine Oase der Erholung, eine Freude für's Auge und Gemüt!

Wie das viele, bunte Laub bei dem trüben Wetter leuchtet!
Wie wunderschön auch die morbiden Pflanzen aussehen!
Wie wunderbar es doch ist das Leben und Sterben in der Natur irgendwie gleichzeitig erleben zu können - während viele Blätter und Blüten schon dem Verfall ergeben sind, zeigen ein paar letzte Blüten trotzig ihre Schönheit.

So kam es, dass mich nach einer ausgedehnten Walkingrunde die Natur, fast magisch, nochmals - diesmal mit der Kamera in der Hand - in den Schlossgarten zog.
Aber schaut selbst, ich habe euch ein paar Impressionen mitgebracht, und wenn ihr die Möglichkeit habt in den Schlossgarten zu spazieren, nutzt das aus! Jederzeit! Immer! Egal, wie das Wetter ist! ES TUT GUT!
(Alle anderen, die den Schlogi vielleicht bei ihren Besuchen in Oldenburg zu einer anderen Jahreszeit erlebt haben, wünsche ich visuellen Genuss im November, ob euch allerdings der Tee genauso wärmt, und die Apfelmuffins genauso gut schmecken, als ob man, leicht durchgefroren, aus der frischen Schlossparkluft kommt, sei mal dahingestellt...)

A propos Tee, hehe...vielleicht solltet ihr euch vor dem Lesen und Betrachten dieses Posts einen Pott Tee oder Kaffee holen, habe irgendwie das unbestimmte Gefühl, dass er diesmal - Nachholbedarf? ;) - ein wenig länger ausfällt, pfff…







An dieser Stelle ist es, glaube ich, mal angesagt, der Gemeinschaft der Freunde des Schlossgartens ein herzliches Dankeschön zu sagen! Danke, dass Sie die Arbeit und die Ausgestaltung des Schlossgartens so unterstützen!



Laub, Laub, buntes Laub, wohin das Auge blickt! Soo viele verschiedene Farben und Formen! (Zum Glück kommen die Schlossgärtner/innen nicht so schnell mit dem Fegen hinterher, nicht, dass sie sich nicht sehr bemühen, aber ich mag es einfach durch das raschelnde Laub zu laufen und das Auge erfreut sich an der Farbenpracht!)








Ich freue mich jedes mal, wenn ich die emsigen Eichhörnchen umherflitzen und Wintervorräte sammeln sehe, leider sind sie zu schnell für meine Kamera!
Umso mehr freute ich mich, dass sich dieses hübsche Rotkehlchen in Szene setzte, fast so als geniesse es sich photographieren zu lassen!





 



Gingko, der Baum des Lebens. Wie schön, dass sich auch davon ein paar Exemplare im Park befinden.



 


Beim Eintritt in die Gärten beim Teehaus, erblickt man wunderschöne morbide Schönheiten, Pflanzen, mit ihren Blättern.







 


Die Hortensien versprühen eine letzte, intensive Farbenpracht...




...bevor auch sie für dieses Jahr endgültig verblühen.






Leider haben es die Feigenfrüchte nicht bis zur endgültigen Genussreife geschafft, bevor die wunderschönen, symbolträchtigen Blätter des Feigenbaumes zu Boden fallen und welken. 




Wer kennt ihn nicht, den Spruch: "Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die schönen Stunden nur." Ach ja...vielleicht könnte dies das Motto für's nächste Jahr werden?





Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde diesen Ort und die Zeit, die man an selbigem verbringt, als sehr angenehm und entschleunigend .




Bevor ich euch am Küchengarten vorbei zu den letzten Schönheiten - sei es noch blühende oder bereits welke - im Rosengarten entführe, lasse ich euch, nett wie ich bin, hehe, ein wenig Zeit den Spaziergang durch den Schlossgarten bis hierhin zu genießen und das wunderschöne Gedicht von Max Dauthendey:

November


Bin heut im erstarrten Garten gewesen,
Wo ich in deinem Auge einst Lieder gelesen;
Wo die Biene den Tropfen Seligkeit sog,
Und wie ein Stückchen Himmel der Schmetterling flog.
Wo der Mond aufstieg wie der Liebe Lob,
Wie ein Herz das sich von der Erde hob,
Und wo jetzt die Wurzeln der Blumen verwesen
Hab ich in toten Blättern noch Lieder gelesen."
                                                 (Max Dauthendey . 1867-1918)



Ein Rezept für einfache, schnelle und sehr leckere Apfelmuffins, natürlich mit den besten Äpfeln der Welt aus Nachbars Garten(!), gibt es beim nächste Mal auch. (Schließlich musste ich mich ja nach dem langen Gang durch die Natur  aufwärmen und wieder zu Kräften kommen, nech!)

Macht's gut ihr Lieben, es macht Spass wieder für euch zu bloggen, deshalb bis ganz bald! Alles Liebe,
eure Mone*

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